WordPress als CMS

In erster Linie ist WordPress ein Blog-System und erfreut sich als solches einer weiten Verbreitung und großen Beliebtheit. Einige Funktionen die bei Content Management Systemen wie Drupal oder Joomla standardmäßig an Bord sind, lassen sich in WordPress aber per Plugins nachrüsten, wenn auch etwas umständlich. Etwas schwach aufgestellt ist WP bei der Erstellung von Menüs und Submenüs. Einen Menü-Manager sucht man bei WP vergeblich.

Navigation: Menü, Untermenüs, Breadcrumbs…

Will man auf bestimmten Seiten ein Submenü etablieren, erweist einem das Plugin Flexi Pages gute Dienste. Im Widget-Bereich von WP lassen sich beliebig viele Instanzen dieses Widgets erzeugen, die dann individuell konfiguriert werden können.

Widget Logic: Dieses Plugin ermöglicht das Anzeigen von Widgets nur auf bestimmten Seiten oder Posts. Dies realisiert man mit Conditional Tags z.B. mit der Abfrage is_home()  oder is_page(‘Foo’)oder entsprechender Kombinationen. Eine Liste aller Conditional Tags gibt es hier.

Ein weiteres Plugin um Kontext abhängige Unternavigationen zu erstellen ist Page Fold List. Eine gute Erklärung zur Einbindung gibt es bei Texto.de

Für eine bessere Orientierung der Benutzer bei tief verschachtelten Seiten dient ein Breadcrumb-Pfad, der den aktuellen Standort des Besuchers auf der Seite anzeigt. Das Plugin Breadcrumb NavXT erledigt dies.

Mit dem Plugin Page Links To kann man auch „freie“ Links in die Navigation mit aufnehmen z.B. um auf externe Seiten zu verlinken.

Der Page Link Manager ermöglicht einzelne Seiten aus der Navigation auszuschliessen. Dafür braucht man lediglich eine  Checkbox innerhalb der Seiten/Artikel anzuklicken.

Mit dem Plugin My Page Order lassen sich Seiten und Unterseiten per Drag und Drop schnell sortieren.

Dynamische Drop Down Menüs

Ein JavaScript Plugin für horizontale oder vertikale DropDown-Menüs ist das Multi-level Navigation Plugin von  Pixopoint.

Wie man das Superfish JQuery Dropdown-Menü in WordPress einbindet, beschreibt dieses Tutorial.

Eine reine CSS-Lösung ist das Plugin WordPress CSS Drop-down Menu

CSS-Klassen für aktive Menü-Punkte

Für den aktiven Menüpunkt der obersten Ebene vergibt WP die CSS-Klasse .current_page_item a.

Ist eine Unterseite aktiv und soll der übergeordnete Menüpunkt gehighlightet bleiben, benutzt man die Klasse .current_page_parent a. Hat die Unterseite wiederum eine Unterseite und der Hauptmenüpunkt soll hervorgehoben bleiben benutzt man .current_page_ancestor a.

Mehrsprachigkeit

Soll die Webseite mehrsprachig sein kann ich zwei sehr gute Plugins empfehlen:

Qtranslate: ist ein ausgereiftes  Plugin das einfach zu installieren und zu benutzen ist. Lediglich bei der Übersetzung des Themes muss man direkt in den Templates arbeiten.

WPML Multilingual CMS: Dieses Plugin macht einen sehr ausgereiften Eindruck. Neben der Realisierung von mehrsprachigem Content kann man mit diesem Plugin das gesamte Theme aus der Admin heraus übersetzen. Ein Eingreifen in die Template-Files ist nicht erforderlich

Editor

Wem die Funktionen des Standard-Editors nicht genügen kann diese leicht mit dem Plugin Add Quick Tags erweitern

Wem das nicht genügt kann den Editor Tiny MCE Advanced installieren, der keine Wünsche mehr offen lässt.

Weitere nützliche Plugins

Cforms7 – Für Formulare jeglicher Art

Event Calendar 3 – Ein Terminkalender der mit Post/Artikeln arbeitet. Für jeden Termin wird ein Artikel in der Kategorie „Event“ angelegt.

Adminimize – Mit diesem Plugin von Frank Bültge kann man im Admin-Bereich alle Funktionen die nicht benötigt werden ausblenden. Da ein CMS wahrscheinlich überwiegend mit Seiten realisiert wird, kann man Bereiche wie Artikel, Kommentare, Links etc. getrost ausblenden. Das ergibt ein sehr übersichtliches Erscheinungsbild und Kunden die damit arbeiten, werden nicht unnötig verwirrt oder in Versuchung geführt.

Weiterführende Links

WordPress als CMS – ein Beispiel von Frank Bültge

Texto.de – Link Sammlung von Plugins und Tutorials

Things To Consider When Using WordPress as a CMS

WordPress As CMS: Pages, Nav, Crumbs, And Plugins

Smashing Magazine – 10 Useful WordPress Hook Hacks

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2 Antworten auf WordPress als CMS

  1. Dirk sagt:

    Hallo Harald,
    ja, es ist ein offenes Geheimnis, das Google Blogs mag. Ob speziell WordPress, das weiss ich nicht. Vor allem Blogs die häufig publizieren. Dazu zählt meiner leider nicht ;(
    Ich sollte eigendlich öfter bloggen, aber nur für Google zu bloggen ist auch doof. Es sollte schon “etwas Relevantes” sein, finde ich.
    Grüße

  2. Also ich hab mich für meine Seite für Joomla entschieden, weil es mir ratz fatz eine gute Orientierung geliefert hat. Nach Deinem klasse Artikel (vielen Dank dafür; das ist eine optimale Hilfe im Irrgarten der WP-PlugIns) grüble ich mal ein wenig weiter. Ich nutze WP nämlich für zwei meiner BLOGs und bin immer wieder erstaunt, wie schnell WP-Seiten ihren Weg im Google Index nach oben finden.

    glg + nochmals dickes Danke!
    Harald